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Articles - Metal Christmas in Bern (07.12.12)

Fotos und Bericht : Candlemass

 

„Metal Christmas“ in Bern oder wie Metalheads dem Schneechaos trotzten!

Powerwolf

Spielzeit: 45 min (17.30 – 18:15 Uhr)
Die deutsch-rumänische Band Powerwolf hatte die undankbare Aufgabe zur frühen Uhrzeit die „Metal Christmas“ zu eröffnen, aber sie überzeugten. Standen anfangs noch hundert Fans dichtgedrängt vor der Bühne, waren am Ende Ihrer Show um die 500 am Applaudieren und Johlen. Einer der Greywolf-Brüder musste krankheitsbedingt zu Hause bleiben, wie Sänger Attila Dorn erklärte, so dass ein neuer Wolf im Rudel war oder besser auf der Bühne stand. Der neue Wolf fand sich gut ein, wenn man mal seine „Haarpracht“ ausser acht lässt. Neben Ihrem Powermetal verbreiteten Sie eine Menge Spass. Attilas Ansagen oder Bemerkungen waren wie immer zum Schreien. Beispiel gefällig? Als Intro zum Song „Resurrection by Erection“ warf er die Frage auf „Wer von Euch hatte eine Morgenlatte?“ Nach ein paar Handzeichen bemerkte er trocken „Hmm, es werden immer weniger!“ Beim Song „All we need is blood“ machte sich ein erster Crowdsurfer bemerkbar, welcher sich nicht ganz unauffällig, mit aufgesetzter Nikolausmütze, Richtung Bühne bewegte. Ein ganz gutes Set von Powerwolf, welches nicht nur den Beinhart-Fans in der ersten Reihe gefiel.

Epica

Spielzeit: 43 min (18.50 – 19:33 Uhr)
Um es gleich vorne weg zunehmen, Epica waren die schwächste Band an diesem Abend oder besser Sängerin Simone Simons, zog einen schlechten Tag ein. Im Vergleich zu Ihrem letzten Auftritt im Z7, am 27. April 2012, war Sie nur ein Schatten Ihrer selbst. Schade, die Jungs waren gut drauf und sorgten mit Ihren Growl-Gesängen und „Matten“-kreisen für eine gute Performance. Vielleicht machte sich Müdigkeit aufgrund Ihrer US-Tour bemerkbar oder die zusätzliche, lange Wartezeit von 20 Minuten wegen des Abmischens vor dem Set. Mit dem Song „Cry for the moon“ holten Sie zwar die Fans ab, streifte Simons Ihre Lustlosigkeit ab und sorgten für mehr Stimmung als beim restlichen Set. Leider blieb es dabei, schade.

Edguy

Spielzeit: 60 min (20.05 –  21.05 Uhr)
Wie beim Powerwolf-Auftritt stand auch bei der deutschen Powermetal-Band Edguy der Spass und die Interaktion mit dem Publikum im Vordergrund. Frontmann Tobias Sammet wurde die Aufgabe nach dem schwachen Auftritt von Epica zuvor leicht gemacht. Gleich zu Beginn beim Song „Nobody’s Hero“ musste der Mikroständer aufgrund des eigenwilligen „Tanzstils“ Sammets dran glauben – sah leicht verbogen aus *grins*. Mit Songs wie „Lavatory Love Machine“ und „Superheroes“ war die Stimmung 1A. Dazu trugen auch ein paar Crowdsurfer bei. Richtig lustig wurde es als ein Bühnentechniker durch seine Arbeit Shouter Sammet „störte“ und sich dieser zur Aussage hinriss „Upps, jetzt habe ich doch glatt den Text vergessen“. Mit der schnellen Nummer „Babylon“ und zu guter Letzt mit dem Song „King of Fools“ verabschiedeten sich die Deutschen von der Bühne und hinterliessen fröhliche Gesichter in den Reihen.

Motörhead

Spielzeit: 75 min (21.30 – 22:45 Uhr)
Pünktlich um 22.30 Uhr betraten die Briten Motörhead die Bühne der Berner Expohalle 4 und der Lautstärkepegel schnellte gen oben. So eine Marshall-Boxen-Wand ist schon sehr imposant anzusehen oder besser anzuhören. Bei Motörhead gibt’s zwar nie was richtig Neues zu berichten, aber eine Kultband am Werk ist immer ein Höhepunkt. Lemmy, Wizzo und Mikkey sind ja nicht mehr die Bewegungstalente, aber kommen einfach zum Knuddeln rüber. Einzig Gitarrist Phil Campbell stapfte oft auf der Bühne herum - ab und an sogar bis zum Bühnenrand. Bei Lemmy ist man schon froh, wen er sich mal von seinem Mikro entfernt und einen freien Blick auf sich gewährt. Hingegen bei Drummer Mikkey Dee wartet man bis er sich mal vom Sitz erhebt, ansonsten sieht man nur seine blondierte Haarpracht und Sticks bewegen. Das Drumkit lässt keine weiteren Blicke auf den Schweden zu. Seit über 15 Jahren bearbeitet er die Felle der meistrespektierten und dienstältesten Metalband. Es herrschte jedenfalls beim ganzen Set eine gute, ausgelassene Stimmung. Wahrscheinlich besteht zwischen Motörhead-Sound und dem Bierkonsum der Fans ein direkter Zusammenhang, anders war die Auslastung des Servicepersonals nicht zu erklären. Neben den kultigen Ansagen von Lemmy („Don’t forget us, we’re f***ing Motörhead and we’re playing Rock’N’Roll“) waren die musikalischen Highlight die Songs „Docter Rock“, „Killed by Death“ und „Overkill“ (als Bonus).

Setliste Motörhead:

I Know How to Die, Damage Case, Stay Clean, Metropolis, Over the Top, Doctor Rock, Guitar Solo, The Chase Is Better Than the Catch, Rock It, The One to Sing the Blues (including Drum Solo) Going to Brazil, Killed by Death, Ace of Spades

Bonus: Overkill

Saxon

Spielzeit: 80 min (23.10 – 00:30 Uhr)

Obwohl einige Fans nach Motörhead den Nachhauseweg antraten und die Reihen lichter wurden, liessen sich Saxon davon nicht beeinflussen und zogen eine tolle Show ab.

Es wurde eifrig gesungen, gejohlt oder einfach weiter getrunken. Wenn Sänger Peter Byford nicht gerade am Singen war zog er sich Richtung Drum zurück und bangte da seine lange, blonde Mähne zum Takt der Musik. Die Musiker wirkten sehr agil auf der Bühne und hatten sichtlich Spass am „Metal Christmas“ in Bern aufzutreten. Dies ist nicht selbstverständlich, wenn man nach einer Band wie Motörhead auf die Bühne muss. Die Axe-Männer Doug Scarratt, Paul Quinn und Tim Carter war ein richtiges Trio Infernale und überzeugten mit Spielwitz und Interaktionen mit dem Publikum. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit gab es kein eigentlicher Zugabteil, sondern man legte, nach einer kurzen Trinkpause, gleich mit dem Song „Princess of the Night“ zum Endspurt an. Man wollte ja schliesslich pünktlich aufhören. Neben dem letzten Song gehörten „Denim and Leather“ und „Wheels of Steel“ zu den Höhepunkten.

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